
Erscheinungsjahr 1941
Verlag Strassburg, Hünenburg,
Beschreibung Einband berieben, bestoßen, angeschmutzt und fleckig. Schnitt fleckig. Papierbedingt gebräunt. Gutes Leseexemplar. Mit handschriftlichem Besitzereintrag und Signatur des Autors in Bleistift auf dem Schmutztitel. "Hermann Eris Busse (* 9. März 1891 in Freiburg im Breisgau; † 15. August 1947 ebenda) war ein deutscher Heimatschriftsteller und Volkskundler. Busse war der Sohn eines Schreinermeisters. Er wurde Volksschullehrer und Professor. Als Lehrer war er in Obersäckingen, Unterbaldingen, Überlingen und Blasiwald tätig, zuletzt – für kurze Zeit – als Lehrer am Friedrichsgymnasium in Freiburg, wo er am 1. November 1930 den Titel eines Gymnasialprofessors erhielt. Als musisch Interessierter befasste er sich bald mit den Kunstschätzen seiner badischen Heimat und wurde 1922 Geschäftsführer und Schriftleiter des Vereins Badische Heimat. Schon in frühen Jahren erwanderte er die Landschaft und als solcher machte er sich um die Dokumentation und Sicherung von Kunstschätzen und um das Volksbrauchtum, besonders Trachten und die Fastnacht, verdient. Er regte Narrenschauen und Narrentreffen im oberschwäbischen Gebiet an. Für das an Bildstöcken reiche Land zwischen Main, Tauber und Neckar prägte er den Namen „Madonnenländchen“. Er verfasste zahlreiche landeskundliche Beiträge in den Jahresheften Badische Heimat. Daneben begann Busse auch Romane und Erzählungen zu schreiben, die ebenfalls alle inhaltlich mit dem Land Baden verknüpft sind. Durch die besondere Rolle, der der Landesverein Badische Heimat im Land Baden spielte und vor allem durch die seit Gründung des Vereins bestehende Nähe zum Staat war es für Busse nicht denkbar, auf Distanz zum Nationalsozialismus zu gehen, ohne Arbeit und Bestand des Vereins zu riskieren. Seine eigene Nähe zur Blut-und-Boden-Romantik völkischer Kreise machte ihn über diese exponierte Stellung des Vereins hinaus auch selbst für die Nationalsozialisten als Multiplikator für ihre Ideologie interessant. Diese Nähe zum Nationalsozialismus sieht auch Janssen, der Eris Werke als völkische Schriften mit einer "stark bodenständigen und technikfeindlichen Tendenz"[1] bezeichnet. Möglicherweise vermochte es Busse, trotz der Besetzung der Vorstandsposten des Vereins durch NS-Mitglieder, die ideologischen Elogen in den Publikationen der Badischen Heimat auf ein Minimum zu beschränken, so dass er 1938 von der Partei als „unzuverlässig“ eingestuft wurde. Zwischen 1922 und 1941 publizierte Busse viele landeskundlichen Beschreibungen als Jahresbände des Landesvereins Badische Heimat Nach 1945 galt er zunächst als „belastet“, wurde aber im Spruchkammerverfahren freigesprochen und rehabilitiert. Einige Werke Busses wurden ins Holländische und Tschechische übersetzt." (Wikipedia)
Format 20 x 12 cm, Broschur
Bestellnummer 15341
Sprache Deutsch
Seiten 104 S.