Erscheinungsjahr 1839
Verlag Wien, Tendler & Schaefer,
Beschreibung Einband stärker berieben und bestoßen, Rückenschild fehlt z.T. Handschriftlicher Besitzereintrag auf Innendeckel. Durchgehend fleckig. Einige Seiten etwas vorgefallen. Insgesamt unfrisch und schiefgelesen. Gutes Leseexemplar. "Castelli studierte Rechtswissenschaften, widmete sich aber bald der literarischen Tätigkeit. Mit seinem Kriegslied für die österreichische Armee, das in großer Auflage an die österreichischen Soldaten verteilt wurde, war er einer der ersten patriotischen Dichter der Befreiungskriege. Durch Entsendung nach Ungarn durch die Regierung wurde er vor den Nachstellungen der Franzosen in Sicherheit gebracht. Von 1811 bis 1814 war Castelli Hoftheaterdichter am Wiener Kärntnertortheater. Auf der Bühne hat sich von seinen 199 Lustspielen nichts mehr erhalten, doch seine Singspiel-Libretti Die Schweizer Familie (1809) für Joseph Weigl und Die Verschworenen, komponiert von Franz Schubert, Georg Abraham Schneider und Franz de Paula Roser erlangten große Popularität. Die Opern von Weigl und Schubert wurden jüngst wieder aufgeführt. Als Herausgeber und Mitarbeiter diverser Periodika in Wien und im deutschsprachigen Raum trug er (in teils pseudonymen und anonymen Berichten mit Verfassernamen wie "Bruder Fatalis", "Kosmas", "Rosenfeld", "C. A. Stille" und "Höhler") maßgeblich dazu bei, ein spezifisches Bild von Wien zu vermitteln. Das Beste dürften seine Gedichte in niederösterreichischer Mundart (Wien, 1828) sein, womit er die österreichische Dialektpoesie (Johann Gabriel Seidl, Franz Stelzhamer, Carl Adam Kaltenbrunner) anregte. 1819 gründete er die literarische Gesellschaft Ludlamshöhle. Er hatte Kontakt zu zahlreichen berühmten Schriftstellern und Künstlern seiner Zeit und war u.a. mit Moritz Gottlieb Saphir und Antonio Salieri befreundet. 1846 war er einer der Mitbegründer des Wiener Tierschutzvereins. Er ruht auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gr. 0, R 1, Nr. 18) Ignaz Franz Castelli starb am 5. Februar 1862 im Alter von 81 Jahren in Wien. Auf seinem Grab befindet sich folgende Inschrift: „Hier liegt der Epigrammenschreiber, Der über Ärzt` und über Weiber Im Leben immer losgezogen, Sie rächen sich an ihm darum: Sein Weib hat ihn betrogen, Sein Doktor bracht` ihn um.” (Wikipedia)
Format 18 x 12 cm, Pappband
Bestellnummer 7987
Sprache Deutsch
Auflage Erstes Bändchen (von 6)
Seiten 234 S.